Venezuela
Caracas, die Hauptstadt Venezuelas, und zugleich eine der größten Städte Südamerikas, liegt im Norden des Landes. Sie ist das Finanz- und Industriezentrum Venezuelas. Was die Einwohnerzahl betrifft, kann man nur schätzen. Laut Statistik leben im zentralen Verwaltungsbezirk ca. 2-3 Mio. Menschen. Mit allen Außen- und Randbezirken und den zahlreichen Armenvierteln an den Berghängen schätzt man aber bis zu 10 Mio. Einwohner. Caracas liegt etwa auf 920 m Seehöhe, im Sattel des „Ávila“ - Gebirgszuges. Eine etwa 25 km lange Autobahn verbindet die Stadt mit dem Flughafen in „Maiquetia“, der direkt am Meer liegt. Dennoch benötigen Sie für diese relativ kurze Distanz je nach Verkehrsaufkommen zwischen 45 Minuten und 2 Stunden Anfahrtszeit bis ins Stadtzentrum. Kolumbus erreichte 1498 als erster Europäer die Küste von Caracas. Die eigentliche Stadt wurde 1567 vom spanischen Eroberer Diego de Losada unter dem ursprünglichen Namen Santiago de León de Carácas gegründet. Um 1750 erlebte Caracas durch Kakaoexporte eine Hochkonjunktur. Seit 1930 bescherte der Ölrausch der Stadt eine Bevölkerungsexplosion. Caracas wurde wiederholt durch Erdbeben zerstört. Zuletzt am 26. März 1812, wovon Alexander von Humboldt eine Beschreibung geliefert hat. Die Stadt wurde unermüdlich wieder aufgebaut. [...]
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Sigrid Steiner
Venezuela: Leben und arbeiten in Venezuela
64 Seiten, Arbeitsmappe A4
